Von Bethlehem gebürtig, ein Hirte, aus dem damals nicht sehr berühmten Haus Juda, wird zum König gesalbet vor seinen Brüdern 1 Sam. 16. Abraham, Isaac und Jacob stellten die verheissung für, David aber das Königreich. Es ist sehr wichtig, daß er bei den vielen Sünden dennoch ein Mann nach dem Herzen GOttes heißt, so daß die ganze Schrift sich auf David bezieht, und JEsus im Himmel sagt, er habe den Schlüssel Davids, und daß GOtt die gewiesene Gnaden Davids allen Glaubigen zum Trost vorhält. Baile und Voltaire haben sich sehr vergriffen, daß sie das Zeugniß GOttes wegen der Sünden Davids verläugneten. Es steckt aber eine geheime Sache darhinter, nemlich GOtt schämt sich nicht seinen Sohn aus dem hurischen Stamm Juda und Thamar gebähren zu lassen. Juda hatte drei Söhne mit dem Cananitischen Weib erzeugt, aber der Bund GOttes wollte nicht auf das Cananitische Weib und ihre Kinder loßgehen, sondern in dieser Hurerei Judä mit Thamar eröfnete sich der Bund. GOtt offenbarte die Linie seines Bundes darum in dieser Hurerei, daß der Bund der Gnade dem Zorn GOttes über die Sünden entgegen stünde. GOtt sagte je und je, laß mich, daß mein Zorn ergrimme über die abgöttische unreine Menschen, aber Mose hielte GOtt seinen Bund vor, damit ließ GOtt seinen Zorn fahren. Weil denn nun in Juda die Linie des Bundes zur Offenbarung und Fortpflanzung verborgen lag, und Israel nach der Adamischen Natur unrein war, so mußte Abrahams Glaube in Juda und seinen Kindern dem Zorn wehren, und allezeit mußte der Glaub Abrahams ein Mittler seyn zwischen GOtt und der Menschen Unreinigkeit. Eben so gieng es mit David und Bathseba, und obschon David Uriam tödten ließ, und Falschheit begieng, nur damit er Bathsebam zum Weib bekam, welches GOttes Zorn über ihn brachte, jedannoch weil GOtt seinen Gnaden-Bund von Christo mit ihm erneuerte, so stellte GOtt im grossen Geheimniß die Linie seines Bundes in das Weib Bathseba, welche er hat mit Unrecht und Hurerei an sich gezogen, anzudeuten, daß nach Röm. 3. alle der Herrlichkeit GOttes mangeln, und alle Sünder und Unreine seyen, und daß GOtt aus unumschränken Wohlgefallen der Gnade unsere Unreinigkeit zudecken will. Darum stellte GOtt sich in David das Bild zur Versönung auf die Zukunft Christi vor, welcher aller Menschen Sünden auf sich nahm, und die Hurerei Judä und Thamar, Davids und Bathsebä wieder reinigte, und sich gleichsam zu ihm ins Ehebett legte, welches ein unbegreiflich Geheimniß GOttes war, und die, welche die Zurechnung und Satisfaction läugnen, wie es in Berlin der Brauch ist, einmal sehr verstummen machen wird: denn wer kan zu GOtt sagen wie Satan: Was machst du? Thust du nicht böses, daß gutes erfolge Röm. 3,8.? GOtt wird aber im Gericht Satanas und aller dieser Calumnianten Urtheile öffentlich zu schanden machen.