Danksagung, Eucharistia.

Ist das Kennzeichen der Glaubigen, welche die zukünftige Dinge nimmer aus dem Gesicht zerinnen lassen, sondern im Frieden GOttes die Gnade erkennen. Wir müssen gestellt seyn, wie JEsus auch war, der alles, was sich ereignet, von GOtt empfangen; so danksagen wir in allem, nicht ausdrücklich, sondern im Innern. 1 Thess. 5,8. Seyd allezeit frölich: betet ohne Unterlaß: Danksaget in allem, denn das ist der Wille GOttes für die, welche Christo leben und sterben. Wie JEsus GOtt in allem lebte, so leben wir Christo, nicht uns, obwol unter viel Schwachheiten, Anstössen, Gewirr und Gedräng. Wenn wir uns aber selbst leben, so wird uns die Danksagung schwer. Man bedenke aber zum Trost die Ausdrücke Röm. 14. da auch Schwache und Irrige GOtt danken. Mancher irrt und danket doch GOtt. So sollen wir die Schwachen ansehen, wann sie auch irrig sind. Sie thun das dem HErrn, sie halten einen Tag für den andern und thuns dem HErrn, sie essen dem HErrn und danken GOtt, aber diß könnte man zu weit ausdehnen auf irrige Meynungen, die den Geist beflecken. Das geht nicht an. Man hat zu dieser Zeit viel Ueberlegung aus der heiligen Offenbarung nöthig. Wer diese hintansezt, irrt gefährlich.

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