Das sind reine leuchtende Bestand-Wesen, sie drucken aus die Verschiedenheiten der göttlichen Herrlichkeit und der sieben Geister, und darum werden sie von den Menschen über alles geliebt. In der heiligen Offenbarung und im Brust-Schildlein wird davon am meisten Meldung gethan. Die allerreinste haben die gröste Fixité und Unverbrennlichkeit in sich, die andere Steine nicht. Der lauterste Crystall ist der crystall helle Jaspis. Offenb. 21,11.8. Das Fenster der Mauer war gleich dem allerkostbarsten Stein als dem crystallmäsigen Jaspis Stein.
Die Stadt GOttes hat alles, was die Augen erfreuen kan, sie ist ganz sinnlich, und GOtt siehet die Farben, wie wir auch, welches der Leibnizschen Lehre ganz entgegen ist: dann nach Leibniz siehet GOtt keine Farben, aber nach Neuton sind die Farben wesentliche primordial-Kräften, die sich eingeleibt haben. Die zwo Farben weiß und roth leuchten am meisten aus der Stadt heraus. Die weisse aus der Mauer von aussen, die rothe aus den Gassen, welche seyn ein Feuer mit Glas gemischt. Offenb. 15,2. Glas ist das Lezte in der sichtbaren Creatur. GOtt selbst auf dem Thron ist wie Jaspis und Sardis, nemlich weiß und roth. Und dieser weisse und rothe Glanz muß also die ganze Stadt GOttes nach seinem Ebenbild und nach dem Bräutigam, der weiß und roth ist Hohel. 5,10. ausnehmend verschönern. Nach denen zwo Farben werden die andere auch beschrieben, deren 12 aus mancherlei Vermischung von weiß und roth seyn, und an den Gründen der Mauer hervor schimmern. Der erste Grund ist der weisse Jaspis, der andere der blaue mit Gold gemischte Sapphir, der dritte ein Feuerrother als eine glühende Kohle leuchtender Chalcedonier, der vierte der grüne Smaragd, der fünfte ein weiß roter Sardonich, der sechste ein hochrother Sardis, der siebente ein Goldfärbiger Chrysolith, der achte ein Meergrüner Berill, der neunte ein grünrother Topasier, der zehende ein goldglänzender grünlich durchscheineder Chrysopras, der elfte ein gelbrother Hyacinth, der zwölfte ein dunkelblauer Ametyst. Wie die Farben ineinander geordnet seyn, wissen wir nicht. Das Brust-Schildlein mag von eben diesen Steinen gewesen seyn. Alle diese Farben stellen die innere Natur der Apostel vor, und haben etwas von weiß und roth. Weiß und roth ist nach Aula lucis der grund aller Schönheit, sie sind 2 unsichtbare Bilder, und machen sich selber ein Bestandhaltendes Wesen. Die Stelle in Aula lucis ist pag. 10. Die Haupt-Materie ist geschickt das Licht zu behalten. Es wird zu einer Cystallenen unctuosen Feuchtigkeit condensirt, hat männlich und weibliche Natur, ist himmlisch und irrdisch. Von dem irrdischen Quell-Punct kommt herfür, die irrdische Venus, die ist feurig, und der irrdische Mercurius, welcher wässerig und kalt ist. Von dem himmlischen Centro gehen aus zwei lebendige Bildnisse, Imagines, nemlich ein weisses und rothes Licht. Das weisse sezt sich ins Wasser, das rothe geht in die Erde. Hieraus sieht man, woher das crystallische reine Wesen seinen Ursprung habe. Silber und Gold seyn beide aus leidender Erde, und aus wirkenden obern Wassern, worein Luft, Sonne, Mond, Licht und Sterne ihre Auswürfe geben 5 Mos. 33,13-16 zusammen gesezt; es sind nicht nur die drei Terrae Becheri, sonst könnte man sie daraus herfür bringen; es sind Früchte der Sonne, des Monds, des Lichts und der Sterne Pred 12,2. daraus Silber und Gold und Edelsteine coagulirt und verdickt werden. Daher sagt GOtt Hagg. 2,9. Mein ist beide Silber und Gold, und daraus wird GOtt sein Haus der Herrlichkeit machen. Alles Silber und Gold und Edelgesteine, so im Land des Moguls und in andern Ländern verborgen liegt, wird der HErr zu seiner Zeit zum Tempel Ezechielis und zur Stadt GOttes nach seiner ihm bekannten Wirkung zusammen bringen durch den Zemach, durch den Hohepriester Christum Zach. 6. davon die silberne und güldene Kronen des Hohepriester Josua Nachkommen werden aufgesezt werden vers 11. zum Zeichen, daß der rechte Josua den seinen werde Kronen von Silber und Gold zurichten. Hier will ich etwas einrücken, das nirgend zu finden ist als in den geschriebenen Büchern, nicht der idealistischen, sondern der wahren Weisen. Jene mögen immer lachen, aber wir wissen, daß es wahr ist, wir wissen es aus den Zeugnissen deren, die es gesehen. Man reise nach Kaisers-Mark in Ungarn. Da frage man nach dem Städtlein Bela unter dem carpatischen Gebürg gegen Pohlen zu, allwo das Wasser aus dem grossen Gebürg fliesset, man gehe in das Gebürg dem Wasser nach, biß man kommt bei die 3 Brunnen. Die Kennzeichen der Reise sind allein den Weisen aufbehalten, da kommt man endlich in die Schazkammer der Crystallen des Golds, Silbers und unschäzbarer Edelsteine. Da sind zu sehen 12 sehr grosse silberne Säulen, in der Mitte stehet eine von feinem Gold, allwo auch 12 Männer von purem Gold sizen. In den mittlern Thüren stehet in Gestalt eines Priesters eine Statue von purem Karfunkel, so da leuchtet wie die Sonne. Die Wände seyn von purem Marmor, von Diamanten, Sapphiren, Rubinen und von allen Edelsteinen. Von diesen kan man nach Belieben nehmen, aber die Männer rührt man nicht an. Es sind noch mehr Gewölbe, wo die Schäze GOttes verborgen liegen. Da heißt es recht Hagg. 2,8.9. Mein ist beide Silber und Gold. Es ist aber kein Beweiß, daß die, die viel Silber und Gold besizen, bei GOtt in Gunst seyen, denn seelig sind die Armen, ihnen gehört das Königreich vorzüglich, die fromme Reiche sind nicht ausgeschlossen. Die Hure zu Babel ist voll Schmuck von Perlen und Edelsteinen. Man betrachte, wie groß die Weißheit der Adepten seyn kan, wie der Königs zu Cyrus, aber ich bedaure sie, daß sie die heilige Warheiten des neuen Testaments nicht so grosser Attention würdigen als die feurige Steine, davon David sagt 2 Chron. 29,2. erfüllte Steine durch imbition von Puch, und davon GOtt sagt Ezech. 28,14. Ich habe dich auf den Berg Gottes gesezt, daß du unter den feurigen Steinen wandelst. Du bist aber innwendig voll Frevels worden, ich will dich aus den feurigen Steinen verstossen. Lullius hatte grössere Freude am Evangelio als an seiner Wissenschaft die Edelsteine zu bereiten. Johannes der Evangelist wußte die Edelsteine auch zu machen, wie in Lullii Testament beschrieben ist. Fürst Avicenna sagt, wenn GOtt Johannem nicht bereitet hätte zu dieser Wissenschaft, so hätte er die Edelsteine nicht so ordentlich behalten können. Die Tinctur des Bluts JEsu ist edler als alle Steine. Dieses macht, daß die Steine weiß und roth und nach den Regenbogen-Farben glänzen.