Bekenntniß, Homologia.

Ist entgegen gesezt theils der Verläugnung, theils der Schaam des Guten, oder wie Paulus sagt, der Scheu, die sich verborgen hält 2 Kor. 4,2. Es ist nicht allezeit ein öffentlich Glaubens-Bekenntniß, sondern alles, womit man öfentlich vor den Leuten bezeugt, daß man diesen Sinn habe. Joh. 1,20 bekannte Johannes, und läugnete nicht. Eben so sagt Paulus Ebr. 10,20. lasset uns halten an dem Bekenntniß, wie auch Jesus vor Pilato bezeugt hat ein gutes Bekenntniß, und Paulus sezt die Seeligkeit darauf Röm. 10,11. Die Bekenntniß der Sünden, wie die Juden vor Johanne gethan Marc. 1,5. und Jacobus haben will, ist ein Zeichen eines Gewissens, das GOtt fürchtet. Wer GOttes Gericht fürchtet, der schämt sich nicht zu bekennen; wer aber nicht bekennt, glaubt auch die künftige Rechenschaft nicht, sondern behilft sich mit falscher Zueignung der Vergebung der Sünden, als wäre kein Recht und Gericht bei der Vergebung im Reich GOttes.

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