Beflekungen des Fleisches und des Geistes, Molysinos.

Es ist sehr befremdlich, daß der Geist könne beflekt oder betrübt werden, wie doch die Worte Pauli es anzeigen. Der Geist der Heiligung muß demnach etwas elementarisches an sich haben, das bei der Zartheit wieder in eine Grobheit kan gebracht werden. Diß sind für diese Zeit unentscheidliche Dinge. So viel ist gewiß, daß der heilige Geist des Menschen, worein das Bildniß der Warheit durchs Wort gepflanzet worden, kan durch Lieblings-Meynungen z.E. Praeformation, Monaden-Lehre, daß Christus nur ein Schein-Fleisch an sich gehabt, und dergleichen mehr, sehr befleckt werden, und da gefällt sich ein Schriftgelehrter sowol darinn, daß er erst dorten Schaden leidet, wann er erfähret, daß er für Gold und unverbrennliche Dinge, Holz, Heu, Stoppeln auf den Grund Christi gebaut habe.

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