Dreifaches der Kinder, der Jünglinge und der Väter beschreibt Johannes 1 Joh. 2,13-27. da er kürzlich so viel sagt: Wir haben alles in der Gemeinschaft mit dem Vater und Sohn, nach allen Alters-Stufen. Er wiederholt summarisch, was vers 1-11 stehet. Hernach theilt er die, welche er überhaupt Kindlein heißt, in 3 Klassen, und redet die Väter, Jünglinge und Kinder besonders an, mit den Worten: Ich schreibe euch. Hernach macht er an eine jede Klasse in eben dieser Ordnung eine Wiederholung mit eben diesen Tituln mit dem Wort: Ich habe euch geschrieben vers 14, und wieder vers 14-17 und vers 18-21-26.27 bis er nach vollbrachter besonderer Anrede an diese drei Klassen die Kindlein wider zusammen nimmt. Siehe des Bengels n. T. l.c.
Väter sind die, welche den gekannt haben, der von Anfang ist.
Jünglinge die, welche im Streit wider den Argen stark worden durch das in ihnen bleibende Wort.
Kinder die, welche den Vater kennen. Kinder müssen die Warheit wissen, und was sie von Anfang gehört haben, muß in ihnen bleiben, und eben dadurch bleibt auch die Salbung in ihnen. Unter allem diesem haben sie ein Herz zu dem Vater, und gehen kindlich mit ihm um, werden aber von den Versuchungen verschont, welche die Jünglinge zu überwinden haben.
Jünglinge hingegen erfahren erst im Streit wider den Argen, was für Uberbleibsel von geistlichen Unarten in ihnen seyen. Väter aber sind durch die Erkänntniß des Sohnes GOttes, oder dessen, der von Anfang ist, weiter gekommen, als Jünglinge und Kinder, welche GOtt Abba nennen können. Es ist zwar an deme, daß Johannes diejenige Väter nennt, die schon auf der Welt gewesen, als der Sohn GOttes auf Erden wandelte, allein es kommt allen denen die Vaterschaft zu, die den Tag Christi wie Abraham, der Vater vieler Heiden, sehen. Wer fleisig im Rusbroch ließt, der siehet da ganz besonders, was zu einem Vater in Christo gehört. Er muß den, der von Anfang ist, im Geist kennen. An demselbigen Tage spricht JEsus, werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin, und ihr in mir, und ich in euch Joh. 14. Davon siehe Rusbrochs Spiegel des ewigen Heils pag. 83.84. Ich habe weder Recht noch Macht viel davon zu schreiben, höret und leset den selbst davon, der ein Vater in Christo ist. Paulus sagt: Wir sollen uns befleissen zu bewahren die Einheit des Geistes, durch das Band des Friedens, bis wir alle hinan kommen zur Einheit des Glaubens und Erkänntniß des Sohns GOttes, und ein vollkommener Mann werden, der da sey in der Maaß des vollkommenen Alters Christi, daß wir nicht mehr Kinder seyen. Eph. 4,3.13.14.