Ist nach JEsu und der Apostel Sinn, das, was den Glauben und gegebenen Beifall vernichtet. O wehe der Welt der Aergerniß halben. Teller siehet diß nicht ein. Aergerniß ist das Gegentheil vom Glauben, wie Verläugnung von der Bekenntniß. Als die Pharisäer JEsum gefragt Matth. 15. warum seine Jünger der Aeltesten Aufsäze übertretten, schonte JEsus ihrer keineswegs, und rief noch das Volk herzu, und zeugete, daß der Pharisäer ausgehende Menschenlehre sie verunreinige, nicht unreine Speisen. Darüber ärgerten sich die Pharisäer, daß sie ihm künftig gar nichts glaubten. Aber JEsus sprach: es ist nie nichts in ihnen geweßt, es fangt auch kein Wort in ihnen, an solcher Leute Aergerniß soll man sich nicht kehren, wenn sie schon nichts mehr glauben. Hingegen die Kleinen, aus denen noch etwas werden kan, zu JEsu Preiß, die einen Anfang des Glaubens haben, solle man ja nicht ärgern, d.i. im Glauben aufhalten. Aergerniß ist eine Falle im Weg, oder ein Stein, darüber man fällt. Man merke wohl die Rede JEsu Marc. 9. da er sagt: wir müssen vorher die innere Aergerniß in uns selbst wegthun, ehe die Aergerniß anderer abgethan werden.