Wurde von GOtt so genannt wegen der Menge Menschen, die von ihm kommen sollten. Wurde von seinem Vater Thara ein hoher Vater genannt 1 Mos. 11,26. Thara hat im 70 Jahr angefangen Kinder zu zeigen, da war Abraham nicht der Erstgeborene, sondern der Würdigste. Er wird Matth. 1,1. Davids Sohn genennt. Seine Person hat im neuen Testament viel zu sagen. Erstlich, weil er der GOtt Abraham, Jsaac, und Jacob genennet wird nach den Bundes-Rechten, und weil JEsus aus dieser Formul die Auferstehung der Todten gegen die Sadducäer beweißt, und weil nun GOtt im Gegensaz gegen den GOtt Abraham der GOtt und Vater JEsu Christi genannt wird. Zweitens. Weil er dannoch der Vater aller Glaubigen bleibt, dessen Saame wie Sand am Meer, und wie Staub auf Erden sich vermehren wird, und weil die Glaubige mit Abraham Erben der Welt werden sollen Röm. 4,13. nach der Verheissung, die 430 Jahr vor dem Sinaitischen Bund im Gang gewesen, so daß die Verheissung das eigentliche Vermächtniß GOttes ist, und der Sinaitische Bund nur als eine eingeschobene Handschrift an und wider uns war, daher der Seegen Abrahams auf alle Glaubige kommen solle, und sie endlich mit Abraham, Isaac, und Jacob in jenem Leben zu Tische sitzen, essen und trinken werden. Wobei JEsus selbst nach Luc. 12 wie ein Diener seyn wird. Das neue Testament gibt an den Tag, daß alle Schlüsse Pauli an die Galater, Römer, Hebräer aus diesem Grund hergeleitet werden.
Es war damals nöthiger als jezo, da der status Controversiae darinnen bestund: Ob das Gesez zu dem Bund der Verheissung solle hinzu gefügt werden? Die Sache ist deutlich in der Theologia ex idea vitae erörtert. Da wird die Zurechnung, Rechtfertigung, Erlösung und Genugthuung an die Rechte GOttes bündigst erwiesen. Es wird zu theuerst von JEsu das vom Satan gebundene Weib eine Tochter Abrahams genennt, wie auch Zachäus. Luc. 13, 16. auch diese sollen an allen Verheissungen dem Abraham gegeben, körperlich Theil haben, wie das ganze Israel, nicht blos nach dem Fleisch, sondern nach der perspectivischen Aussicht in die Zeitläufe bis zur Vollendung des Geheimnisses GOttes, Abrahams Saame heißt. Der kleinen Heerde Luc. 12,32. in Vergleichung gegen die vielen Nationen der Welt wird diß zum Erbe gegeben. Die vielen Nationen werden auch nachgeholt Offenbarung 15,4. Aber sie werden den Vorzug der kleinen Heerde oder der Erstlinge erkennen. Die ganze Geschichte Abrahams von 1 Mos. 12 bis 25 wird erst in der lezten Zeit der 1000 Jahren völlig erklärt werden. Da man sehen wird, warum der Name Abram in Abraham verwandelt worden, wie er ein Fürbild des Glaubens JEsu Christi auf Erden gewesen, wie er Krieg geführt und von Melchisedek gesegnet, wie ihm sein Glaub zur Gerechtigkeit gerechnet worden, was sein Opfer gewesen, als der HErr einen Bund mit ihm aufgerichtet hat, warum er Sara gehorchen mußte wegen Ausstoßens Ismaels. Wie er Isaac geopfert, wie er Kethura zum Weib genommen, und 6 Söhne gezeugt, warum er Isaac alle seine Güter gegeben, und die andere Kinder mit Geschenk abgefertiget. Alles dieses können wir jezo noch nicht völlig, und nach allen besondern Stücken erklären, wie den ganzen perspectivischen Sinn der Stifts-Hütte und des Tempels, und alle übrige Schrift-Analogie, wie es in den 1000 Jahren wird jederman vor Augen und gegenüber stehen. Und das ist eben die Erkänntniß, die im 1000 järigen Königreich die Erde wie Meereswogen bedecken wird. Daher wir uns jezt mit unseren demonstrativischen Erklärungen nicht so groß denken sollen; weil dieses alles auf die Zeit der völligen Entdeckung reservirt ist, wann das Hüllen, womit alle Völker verhüllt seyn, wird abgethan werden, Jes. 25,6.7. und alle Völker der Malzeit des reinen Verstandes sollen geniesen.
Inzwischen begnügen wir uns mit kleinen Anzeigen auf den künftigen völligen Verstand, den wir als Erben der Welt haben, und damit den Vater und seinen Gesandten loben werden nach allen Erfordernissen des grossen Reichthums der Verborgenheiten JEsu Christi. Wir sind frölich in der Liebe JEsu, so gut, als wären wir in der seeligen Zeit, weil wir Christum nach dem Maas unsers Geschlechts kennen. Matth. 5. Seelig sind die, die da etc. etc. Weiter sollen wir nicht forschen oder wollen, sondern lieber zu wenig, als zu viel wissen, wie die Demonstrationes der Weltweisen aus heil. Schrift wissen wollen, bald zu viel, bald zu wenig, und mit tausend Zweifel doch nichts gewisses wissen.