(Quelle: well.sf.ca.us - [Der Text war recht gut und erforderte nur geringfügige Eingriffe. - Hrsg./Übers.])

Die industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft


Aus dem »Manifest des Unabombers« die Teile zur Psychologie der Linken in deutscher Übersetzung.

Inhaltsübersicht

Die mit [C] angegebenen Links verweisen auf Kommentare des Herausgebers.

Einleitung

1. Die industrielle Revolution und ihre Folgen waren eine Katastrophe für die Gattung Mensch. In ihrem Gefolge ist die Lebenserwartung derjenigen von uns, die in den sogenannten entwickelten Ländern leben, stark angestiegen, doch als Konsequenz sind die Gesellschaften instabil geworden, das Leben unerfüllt, die Menschen sind entwürdigt worden, es ist zu weit verbreitetem psychischem Leiden gekommen (in der Dritten Welt auch zu physischen Leiden) und der Natur ist schwerer Schaden zugefügt worden. Die weitere Entwicklung der Technologie wird die Situation noch verschlimmern. Sie wird mit Sicherheit die Menschen in noch stärkerem Maße entwürdigen und der Natur noch größeren Schaden zufügen; sie wird wahrscheinlich ein noch höheres Maß an Gesellschaftszerstörung und psychischem Leiden nach sich ziehen, und sie kann auch zu einem höheren Maß an physischem Leiden selbst in den entwickelten Ländern führen. [C]

2. Das technisch-industrielle System kann überleben oder zusammenbrechen. Falls es überlebt, dann kann es irgendwann vielleicht ein niedriges Nieveau von physischen und psychischem Leid erreichen, jedoch nur, nachdem es durch eine lange und sehr schmerzhafte Periode der Anpassunng hindurchgegangen ist und um den Preis, die Menschen und viele andere Lebewesen auf Dauer zu technisch konstruierten Erzeugnissen und bloßen Zahnrädern im gesellschaftlichen Räderwerk zu reduzieren. Außerdem, sollte das System überleben, dann sind die Konsequenzen unvermeidlich: Es gibt keinen Weg, das System zu reformieren oder zu modifizieren, um zu verhüten, dass es die Menschen ihrer Würde und Autonomie beraubt.

3. Falls das System zusammenbricht, werden die Konsequenzen immer noch sehr schmerzhaft sein. Doch je mehr das System wächst, um so schlimmer werden die Folgen seines Zusammenbruchs sein; wenn es also zusammenbrechen muss, dann sollte dies lieber früher als später geschehen.

4. Wir befürworten deshalb eine Revolution gegen das industrielle System. Diese Revolution mag Gewalt gebrauchen oder auch nicht: sie mag plötzlich kommen, oder es mag sich um einen realtiv schrittweise vonstatten gehenden Prozess handeln, der sich über einige Jahrzehnte hinzieht. WIr können nichts davon voraussagen. Doch wir umreißen in sehr allgemeiner Weise die Maßnahmen, die jene, die das industrielle System hassen, ergreifen sollten, um den Weg für eine Revolution gegen diese Geschellschaftsform zu bereiten. Das ist keine politische Revolution. Ihr Ziel wird es nicht sein, Regierungen zu stürzen, sondern die ökonomische und technologische Grundlage der gegenwärtigen Gesellschaft zu beseitigen.

5. In diesem Artikel ziehen wir nur einige der negativen Entwicklungen in Betracht, die aus dem technologisch-industriellen System erwachsen sind. Andere derartige Entwicklungen werden nur kurz erwähnt oder ganz vernachlässigt. Das bedeutet nicht, dass wir diese anderen Entwicklungen für unwichtig halten. Aus praktischen Gründen müssen wir unsere Erörterung auf Bereiche beschränken, die unzureichende öffentliche Aufmerksamkeit erfahren haben oder in denen wir etwas Neues zu sagen haben. Da es zum Beispiel gut entwickelte Umwelt- und Naturschutzbewegungen gibt, haben wir sehr wenig über die Schädigung der Umwelt oder die Zerstörung der unberührten Natur geschrieben, obwohl wir diese Themen für äußerst wichtig halten.

Die Psychologie der modernen Linken

6. Nahezu jeder Mensch wird zustimmen, dass wir in einer zutiefst gestörten Gesellschaft leben. Eine der am weitesten verbreiteten Manifestationen der Verrücktheit unserer Welt ist die politische Linke, daher kann eine Erörterung der Psychologie der Linken als eine Einführung zur Erörterung der Probleme der modernen Gesellschaft im Allgemeinen dienen.

7. Doch was ist die Linke? Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts konnte man die politische Linke praktisch mit dem Sozialismus identifizieren. Heute ist die Bewegung zersplittert, und es ist nicht klar, wer eigentlich als ein "Linker" bezeichnet werden kann. Wenn wir in diesem Artikel von der Linken sprechen, so denken wir hauptsächlich an Sozialisten / Sozialdemokraten, Kollektivisten, an Leute, die mit "politischer Korrektheit" hausieren gehen, Feministinnen, Schwulenbewegungs- und Behindertenaktivisten, Tierrechtsaktivisten und so fort. Doch nicht jeder, der sich an einer solchen Bewegung beteiligt, ist ein "Linker". Worum es uns in dieser Erörterung geht, ist nicht so sehr eine Bewegung oder eine Ideologie, sondern ein psychologischer Typus, oder eher noch ein Ensemble verwandter Typen. Deshalb wird das, was wir mit "links" / "die Linke" bezeichnen, im Laufe unserer Erörterung der Psychologie der Linken deutlicher hervortreten. (Vgl. auch die Abschnitte 227-230.)

8. Dennoch wird unser Begriff der "Linken" erheblich weniger deutlich bleiben, als wir es uns wünschen würden, doch scheint es kein Mittel dagegen zu geben. Was wir versuchen, ist nur, auf eine grobe und näherungsweise Art die zwei psychologischen Tendenzen anzugeben, von denen wir glauben, dass sie die hauptsächliche Antriebskraft der modernen Linken sind. Wir beanspruchen keineswegs, die ganze Wahrheit über die Psychologie der Linken darzustellen. Unsere Erörterung bezieht sich auch nur auf die moderne Linke. Wir lassen die Frage offen, in welchem Ausmaß unsere Erörterung auf die Linken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts angewandt werden könnte.

9. Die beiden psychologischen Tendenzen, die der modernen Linken zu Grunde liegen, nennen wir "Unterlegenheitsgefühle" und "Übersozialisierung". Unterlegenheitsgefühle sind ein Charakteristikum der gesamten modernen Linken, während Übersozialisierung nur für ein bestimmtes Segment der modernen Linken charakteristisch ist; dieses Segment ist jedoch außerordentlich einflussreich.

UNTERLEGENHEITSGEFÜHLE

10. Wenn wir von Unterlegenheitsgefühlen sprechen, meinen wir nicht nur Minderwertigkeitsgefühle im strikten Sinne, sondern ein ganzes Spektrum von verwandten Persönlichkeitsmerkmalen: Geringes Selbstwertgefühl, Gefühle von Machtlosigkeit, depressive Neigungen, Niedergeschlagenheit, Schuldgefühle, Selbsthass, usw. Wir behaupten, dass die modernen Linken zu solchen Gefühlen neigen (sie können mehr oder weniger stark unterdrückt sein), und dass diese Gefühle die Ausrichtung der modernen Linken entscheidend bestimmen.

11. Wenn jemand nahezu alles, was über ihn (oder über eine Gruppe, mit der er sich identifiziert) gesagt wird, als herabwürdigend versteht, so schließen wir daraus, dass er Minderwertigkeitsgefühle oder eine geringe Selbstachtung besitzt. Dieses Tendenz ist unter den Kämpfern für die Rechte von Minderheiten ausgeprägt, ganz gleich, ob sie zu der Gruppe gehören, für deren Rechte sie eintreten oder nicht. Sie sind übersensibel, was die Worte anbetrifft, mit denen diese Gruppen bezeichnet werden. Die Ausdrücke "Neger", "Orientale", "Krüppel" oder "Mieze" [engl. "negro," "oriental," "handicapped", "chick"] für einen Afrikaner, einen Asiaten, einen Behinderten oder eine Frau hatten ursprünglich keine herabwürdigenden Konnotationen. Ausdrücke wie "broad" oder "chick" waren nur die weiblichen Gegenstücke zu "Typ", "Kerl" oder "Kumpel" [engl. "guy", "dude", "fellow"]. Die negative Konnotationen sind von den Aktivisten selbst mit diesen Ausdrücken verknüpft worden. Einige Tierrechtsaktivisten sind sogar so weit gegangen, das Wort "Haustier" ["pet"] abzulehnen und darauf zu bestehen, dass es durch "Gefährtentier" ["animal companion"] ersetzt wird. Linksorientierte Anthropologen geben sich große Mühe, um über primitive Völker bloß nichts zu sagen, was möglicherweise als abträglich verstanden werden könnte. Sie möchten das Wort "primitiv" durch "schriftlos" ersetzen. Sie wirken geradezu paranoid, was alles betrifft, was darauf hinweisen könnte, dass irgendeine primitive Kultur der unseren unterlegen ist. (Wir möchten dabei nicht behaupten, dass primitive Kulturen der unseren gegenüber minderwertig sind. Wir weisen nur auf die Überempfindlichkeit der linken Anthropologen hin.)

12. Diejenigen, die sich hinsichtlich "politisch inkorrekter" Sprache an empfindlichsten haben, sind nicht der durchschnittliche schwarze Ghettobewohner, der Einwanderer aus Asien, die missbrauchte Frau oder eine behinderte Person, sondern eine Minderheit von Aktivisten, von denen viele noch nicht einmal zu irgendeiner "unterdrückten" Gruppe, sondern zu den privilegierten Schichten der Gesellschaft gehören. Politische Korrektheit hat ihren Hauptstützpunkt bei Universitätsprofessoren, die über eine sichere Stellung und ein behagliches Einkommen verfügen, und bei denen es sich mehrheitlich um heterosexuelle weiße Männer aus Mittelschichtfamilien handelt.

13. Viele Linke identifizieren sich intensiv mit den Problemen von Gruppen, die als schwach (Frauen), besiegt (Indianer), abstoßend (Homosexuelle) oder in anderer Weise als minderwertig gelten. Die Linken haben selbst das Gefühl, dass diese Gruppen minderwertig sind. Sie würden es sich vor sich selbst nie eingestehen, dass sie solche Gefühle haben, doch es liegt genau daran, dass sie diese Gruppen als minderwertig ansehen, dass sie sich mit deren Problemen identifizieren. (Wir wollen damit nicht sagen, dass Frauen, Indianer usw. minderwertig sind; uns geht es hier lediglich um ein Merkmal der Psychologie der Linken.) [C]

14. Feministinnen sind verzweifelt bemüht nachzuweisen, dass Frauen genauso stark und fähig sind wie Männer. Es ist klar, dass sie von der Furcht geplagt werden, dass Frauen vielleicht doch nicht so stark und fähig wie Männer sein könnten.

15. Linke neigen dazu, alles zu hassen, was als stark, gut und erfolgreich gilt. Sie hassen Amerika, sie hassen die westliche Zivilisation, sie hassen weiße Männer, sie hassen Rationalität. Die Gründe, die die Linken dafür angeben, dass sie den Westen usw. hassen, haben offensichtlich nichts mit ihren wahren Motiven zu tun. Sie sagen, dass sie den Westen hassen, weil er kriegslüstern, imperialistisch, sexistisch, ethnozentrisch usw. ist, doch wenn sich die gleichen Fehler an sozialistischen Ländern oder an primitiven Kulturen zeigen, dann finden ein Linker Entschuldigungen dafür, oder er gibt bestenfalls widerwillig zu, dass es sich so verhält, während er enthusiastisch auf diese Mängel hinweist, wo sie an der westlichen Zivilisation auftreten (und dabei oft stark übertreibt). Es ist daher deutlich, dass diese Mängel nicht die wahren Gründe dafür sind, dass ein Linker Amerika und den Westen hasst. Er hasst Amerika und den Westen, weil sie stark und erfolgreich sind. [C]

16. Worte wie "Selbstbewusstsein", "Selbstvertrauen", "Initiative", "Unternehmungsgeist", "Optimismus" usw. spielen im Vokabular der Linken und Liberalen [im US-amerikanischen Sinne! - Übs.] kaum eine Rolle. Ein Linker ist anti-individualistisch, pro-kollektivistisch eingestellt. Er möchte, dass die Gesellschaft die Bedürfnisse aller Leute befriedigt und auf sie aufpasst. Er ist nicht die Art von Person, die ein inneres Selbstvertrauen in die Fähigkeit hat, seine eigenen Probleme zu lösen und seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Ein Linker ist gegen Wettbewerb eingestellt, weil er sich tief innnerlich wie ein Verlierer fühlt. [C]

17. Formen der Kunst, die moderne linke Intellektuelle ansprechen, neigen dazu, sich auf Schmutz, Niederlagen und Verzweiflung zu konzentrieren, oder sie schlagen einen orgiastischen Ton an, als gäbe es keine Hoffnung darauf, irgend etwas durch rationale Berechnung zu erreichen, und als sei alles, was einem übrig bliebe, sich in den Eindrücken und Empfindungen des Augenblicks zu baden. [C]

18. Moderne linke Philosophen neigen dazu, Vernunft, Wissenschaft, objektive Realität zu negieren und darauf zu bestehen, dass alles kulturspezifisch und relativ ist. Es ist wahr, dass man ernsthafte Fragen über die Grundlagen der Wissenschaft stellen kann und darüber, wie denn, wenn überhaupt, der Begriff der objektiven Wirklichkeit definiert werden kann. Doch es ist offensichtlich, dass die modernen linken Philosophen nicht einfach kaltblütige Logiker sind, die systematisch die Grundlagen des Wissens analysieren. Sie sind emotional zutiefst engagiert in ihrem Angriff auf Wahrheit und Wirklichkeit. Sie greifen diese Begriffe wegen ihrer eigenen psychologischen Bedürfnisse an. Ihr Angriff stellt eine Abfuhr ihrer Feindseligkeit dar, und in dem Maße, in dem er Erfolg hat, befriedigt er ihr Machtstreben. Wichtiger aber ist noch, dass ein Linker Wissenschaft und Rationalität hasst, weil sie bestimmte Überzeugungen als wahr klassifizieren (d.h. als erfolgreich, überlegen) und andere Überzeugungen als falsch (d.h. als gescheitert, unterlegen). Die Unterlegenheitsgefühle eines Linken sind so tief verwurzelt, dass er keine Einordnung von Dingen als überlegen und unterlegen dulden kann. Das liegt auch der Ablehnung vieler Linker gegenüber dem Begriff der Geisteskrankheit und der Leugnung der Nützlichkeit von Intelligenztests zu Grunde. Linke sind gegen genetische Erklärungen menschlicher Fähigkeiten und menschlichen Verhaltens, weil solche Erklärungen darauf hinauslaufen, einige Personen als anderen gegenüber überlegen oder unterlegen erscheinen zu lassen. Linke ziehen es vor, die Gesellschaft für die Fähigkeiten eines Individuums oder den Mangel daran verantwortlich zu machen. Wenn also eine Person "minderwertig" ist, ist es nicht ihr Fehler, sondern der der Gesellschaft, weil sie nicht ordentlich aufgezogen wurde. [C]

19. Ein Linker ist normalerweise nicht die Art von Person, deren Unterlegenheitsgefühle sie zu einem Angeber, einem Egoisten, einem Schläger, einem Streber oder einem rücksichtslosen Ellenbogenmenschen machen. Derartige Personen haben noch nicht ganz den Glauben an sich verloren. Sie spüren ein Defizit an ihrer persönlichen Macht und an ihrem Selbstwert, doch sie können sich noch als mit der Fähigkeit ausgestattet wahrnehmen, stark zu sein, und ihre Anstrengungen, sich stark zu machen, erzeugen ihr unerfreuliches Verhalten. [1] Doch ein Linker ist über diesen Punkt schon weit hinaus. Seine Unterlegenheitsgefühle sind so sehr Teil seiner Persönlichkeit, dass er sich selbst nicht als individuell stark und wertvoll begreifen kann. Daher der Kollektivismus der Linken. Er kann sich nur als Mitglied einer großen Organisation oder Massenbewegung, mit der er sich identifiziert, stark fühlen.

20. Man beachte die masochistische Tendenz der linken Taktiken. Linke protestieren, indem sie sich vor Fahrzeuge legen, sie povozieren absichtlich die Polizei oder Rassisten dazu, sie zu misshandeln, usw. Diese Taktiken mögen oft wirksam sein, doch viele Linke benutzen sie nicht als Mittel zu einem Zweck, sondern weil sie masochistische Taktiken bevorzugen. Selbsthass ist ein Persönlichkeitsmerkmal von Linken. [C]

21. Linke mögen behaupten, dass ihr Aktivismus von Mitgefühl oder von moralischen Prinzipien angetrieben wird, und moralische Prinzipien spielen beim übersozialisierten Typus der Linken tatsächlich eine Rolle. Doch Mitleid und Moral können nicht die Hauptmotive für linken Aktivismus sein. Feindseligkeit ist eine zu hervorstechende Komponente im Verhalten der Linken, und das Gleiche gilt für das Streben nach Macht. Außerdem ist vieles vom Verhalten der Linken nicht rational darauf berechnet, den Leuten zu nützen, denen die Linken angeblich versuchen zu helfen. Wenn man z.B. glaubt, dass Quotenregelungen gut für Schwarze sind, ist es dann sinnvoll, Quotenregelungen in feindseliger und dogmatischer Weise zu fordern? Offensichtlich wäre es produktiver, eine diplomatische und auf Versöhnung ausgehende Vorgehensweise zu wählen, bei der es zumindest verbale und symbolische Zugeständnisse an Weiße gäbe, die glauben, dass Quotenregelungen ihnen gegenüber diskriminierend sind. Doch linke Aktivisten wählen keine solche Vorgehensweise, weil sie ihre emotionalen Bedürfnisse nicht befriedigt. Schwarzen zu helfen ist nicht ihr wirkliches Ziel. Stattdessen dienen Rassenprobleme als Vorwand für sie, ihre eigene Feindseligkeit und ihr frustriertes Bedürfnis nach Macht zu äußern. Indem sie das tun, fügen sie den Schwarzen tatsächlich Schaden zu, denn die feindselige Haltung der Aktivisten gegenüber der weißen Mehrheit intensiviert tendenziell den Rassenhass. [C]

22. Wenn unsere Gesellschaft gar keine Probleme hätte, würden die Linken Probleme erfinden müssen, um sich einen Vorwand zu schaffen, unter dem sie sich aufspulen könnten. [C]

23. Wir betonen, dass das Vorstehende nicht beansprucht, eine genaue Beschreibung jedes Einzelnen zu sein, den man als Linken ansehen könnte. Es ist nur ein grober Umriss einer allgemeinen Tendenz der Linken.

Übersozialisierung

24. Psychologen benutzen den Begriff "Sozialisation" als Bezeichnung für den Prozess, in dem Kindern beigebracht wird, so zu denken und sich so zu verhalten, wie es die Gesellschaft verlangt. Eine Person wird als gut sozialisiert bezeichnet, wenn sie an die moralischen Maßstäbe ihrer Gesellschaft glaubt, ihnen folgt und gut als funktionierender Teil in diese Gesllschaft eingepasst ist. Es mag sinnlos scheinen zu behaupten, dass viele Linke übersozialisiert seien, da ein Linker als Rebell wahrgenommen wird. Dennoch lässt sich diese Position verteidigen. Viele Linke sind keine derartigen Rebellen, wie es den Anschein hat. [C]

25. Die moralischen Gesetze unserer Gesellschaft stellen so hohe Ansprüche, dass niemand in vollkommen moralischer Weise denken, fühlen und handeln kann. Es wird z.B. verlangt, dass wir niemanden hassen, doch nahezu jeder hasst von Zeit zu Zeit einen Anderen, ob er es vor sich selbst zugibt oder nicht. Einige Menschen sind in solchem Maße sozialisiert, dass der Versuch, moralisch zu denken, zu fühlen und zu handeln ihnen eine schwere Last auferlegt. Um Schuldgefühle zu vermeiden, müssen sie sich ständig über ihre eigenen Motive betrügen und moralische Erklärungen für Gefühle und Handlungen finden, die in Wirklichkeit einen nicht-moralischen Ursprung haben. Wir benutzen den Begriff "übersozialisiert", um solche Menschen zu bezeichnen. [2]

26. Übersozialisierung kann zu einem niedrigen Selbstwertgefühl führen, zu einem Gefühl der Machtlosigkeit, zu Niedergeschlagenheit, Schuldgefühlen usw. Eines der wichtigsten Mittel, mit dem unsere Gesellschaft Kinder sozialisiert, besteht darin, dafür zu sorgen, dass sie sich schämen für Verhalten oder Äußerungen, die den Erwartungen der Gesellschaft zuwiderlaufen. Wenn dies übertrieben wird, oder wenn ein bestimmtes Kind besonders empfänglich ist für solche Gefühle, dann wird es sich letztendlich für sich selbst schämen. Außerdem sind die Gedanken und das Verhalten einer übersozialisierten Person stärker von den Erwartungen der Gesellschaft eingeschränkt als bei einer weniger intensiv sozialisierten Person. Die Mehrzahl der Menschen zeigen ein beträchtliches Maß an ungezogenem Verhalten. Sie lügen, sie begehen kleine Diebstähle, sie brechen Verkehrsregeln, sie bummeln bei der Arbeit, sie hassen jemanden, sie sagen Gehässigkeiten oder intrigieren, um über jemand anders die Oberhand zu gewinnen. Die übersozialisierte Person kann so etwas nicht tun, oder wenn sie es doch tut, dann erzeugt das in ihr ein Gefühl der Scham und des Selbsthasses. Die übersozialisierte Person kann noch nicht einmal ohne sich schuldig zu fühlen Gedanken oder Gefühle haben, die den akzeptierten Moralvorstellungen zuwiderlaufen; sie kann keine "schmutzigen" Gedanken haben. Und Sozialisation ist nicht einfach nur eine Sache der Moral; wir sind sozialisiert, vielen Verhaltensnormen zu entsprechen, die nicht unter die Rubrik "Moral" fallen. So wird die übersozialisierte Person moralisch an der Leine gehalten und sie verbringt ihr Leben damit, auf den Gleisen zu laufen, die die Gesellschaft für sie gelegt hat. Bei vielen übersozialisierten Menschen hat das ein Gefühl des Eingeschränktseins und der Machtlosigkeit zur Folge, das eine schwere Belastung für sie sein kann. Wir behaupten, dass Übersozialisierung eine der ernsteren Grausamkeiten ist, die Menschen sich untereinander antun.

27. Wir behaupten, dass ein sehr wichtiges und einflussreiches Segment der modernen Linken übersozialisiert ist und dass ihre Übersozialisierung in sehr bedeutendem Maße die Richtung der modernen Linken bestimmt. Linke des übersozialisierten Typus sind häufig Intellektuelle oder Angehörige der oberen Mittelschicht. Man beachte, dass universitäre Intellektuelle (3) das am stärksten sozialisierte Segment unserer Gesellschaft darstellen und ebenso das am stärksten linksgerichtete.

28. Der Linke des übersozialisierten Typus versucht von seiner psychologischen Leine loszukommen, indem er rebelliert. Doch für gewöhnlich ist er nicht stark genug, um gegen die wirklich grundlegenden Werte der Gesellschaft zu rebellieren. Allgemein gesprochen stehen die Ziele der heutigen Linken nicht in Konflikt mit der geltenden Moral. Im Gegenteil: Der Linke nimmt ein geltendes moralisches Prinzip, nimmt es als eigenes an, und klagt dann den Rest der Gesellschaft an, dass sie dieses Prinzip verletzt. Beispiele wären die Gleichberechtigung der Rassen und Geschlechter, Hilfe für Arme, Friede statt Krieg, Gewaltlosigkeit allgemein, Meinungsfreiheit, freundlicher Umgang mit Tieren. Auf einer grundlegenderen Ebene die Pflicht des Individuums, der Gesellschaft zu dienen und die Pflicht der Gesellschaft, für das Individuum zu sorgen. Alles dies sind seit langem tief verwurzelte Werte unserer Gesellschaft (oder zumindest ihrer mittleren und oberen Schichten (4)) gewesen. Diese Werte werden explizit oder implizit ausgedrückt oder vorausgesetzt im meisten von dem, was uns die offiziellen Medien und das Erziehungssystem verabfolgen. Linke, besonders die des übersozialisierten Typus, rebellieren für gewöhnlich nicht gegen diese Prinzipien, sondern rechtfertigen ihre Feindschaft gegenüber der Gesellschaft, indem sie (mit einem gewissen Recht) behaupten, dass die Gesellschaft diesen Prinzipien nicht gerecht wird. [C]

29. Hier eine Illustration der Art und Weise, in der der übersozialisierte Linke seine wirkliche Anhänglichkeit an die konventionellen Haltungen unserer Gesellschaft zeigt, während er vorgeblich gegen sie rebelliert. Viele Linke setzen sich für Quotenregelungen ein und dafür, Schwarze auf Stellen mit einem hohen Prestige zu bringen, für eine verbesserte Ausbildung in Schulen für Schwarze und mehr Geld für solche Schulen; sie empfinden die Lebensweise der schwarzen "Unterschicht" als eine Schande für die Gesellschaft. Sie möchten die Schwarzen in das System integrieren, möchten leitende Angestellte aus ihnen machen, Rechtsanwälte, Wissenschaftler, gerade so wie es Weiße der oberen Mittelschicht sind. Die Linken werden antworten, dass es das Letzte ist, was sie wollen, die Schwarzen zu einer Kopie der Weißen zu machen; stattdessen wollen sie die afroamerikanische Kultur bewahren. Doch worin besteht diese Bewahrung der afroamerikanischen Kultur? Sie kann kaum in etwas Anderem bestehen als darin, in afroamerikanischem Stil zu essen, Musik in afroamerikanischem Stil zu hören, Kleidung in diesem Stil zu tragen und zu einer afroamerikanischen Kirche oder Moschee zu gehen. Mit anderen Worten, es kann sich nur in Oberflächlichkeiten ausdrücken. In allen wesentlichen Aspekten möchte die Mehrzahl der Linken vom übersozialisierten Typus bewirken, dass die Schwarzen den Idealen der weißen Mittelschicht entsprechen. Sie möchten, dass sie technische Fächer studieren, leitende Angestellte oder Wissenschaftler werden, ihr Leben damit verbringen, die Karriereleiter hochzuklettern, um nachzuweisen, dass Schwarze ebenso gut sind wie Weiße. Sie möchten dafür sorgen, dass schwarze Väter sich "verantwortlich" verhalten, sie möchten, dass schwarze Gangs gewaltlos werden, usw. Doch dies sind genau die Werte des industriell-technologischen Systems. Dem System könnte es nicht gleichgültiger sein, was für eine Art von Musik jemand hört, was für Kleidung er trägt oder an was für eine Religion er glaubt, so lange er in der Schule lernt, einer respektablen Arbeit nachgeht, die Karriereleiter erklimmt, ein "verantwortliches" Elternteil ist, gewaltlos ist und so fort. Im Endeffekt will der übersozialisierte Linke, wie sehr er es auch abstreiten mag, die Schwarzen in das System integrieren und dafür sorgen, dass sie dessen Werte übernehmen.

30. Wir behaupten gewiss nicht, dass die Linken, auch die des übersozialisierten Typus, nie gegen die fundamentalen Werte unserer Gesellschaft aufbegehren. Klar tun sie es gelegentlich. Einige übersozialisierte Linke sind so weit gegangen, gegen eines der wichtigsten Prinzipien der modernen Gesellschaft zu rebellieren, indem sie physische Gewalt angewendet haben. Ihren eigenen Aussagen zufolge ist Gewalt für sie eine Form von "Befreiung". Mit anderen Worten, indem sie Gewalt anwenden, durchbrechen sie die psychologischen Einschränkungen, die ihnen anerzogen worden sind. Weil sie übersozialisiert sind, waren diese Einschränkungen strikter für sie als für andere Menschen; daher ihr Bedürfnis, von ihnen loszubrechen. Doch für gewöhnlich rechtfertigen sie ihre Rebellion unter Verweis auf konventionell gültige Werte. Wenn sie Gewalt anwenden, dann behaupten sie, gegen den Rassismus zu kämpfen oder Ähnliches.

31. Wir erkennen, dass gegen die vorstehende kleine Skizze der Psychologie der Linken viele Einwände vorgebracht werden könnten. Die wirkliche Situation ist komplex, und eine jede vollständige Beschreibung würde mehrere Bände füllen, wenn überhaupt die nötigen Daten verfügbar wären. Wir beanspruchen lediglich, ganz grob die zwei wichtigsten Tendenzen in der Psychologie der modernen Linken aufgezeigt zu haben.

32. Die Probleme der Linken verweisen auf die Problem der Gesellschaft als ganzer. Geringes Selbstwertgefühl, depressive Tendenzen und Defätismus, Niedergeschlagenheit und Pessimismus sind nicht auf die Linke begrenzt. Obwohl sie an der Linken besonders deutlich zu bemerken sind, sind sie in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Und die heutige Gesellschaft versucht uns in stärkerem Maße zu sozialisieren als jede frühere Gesellschaft. Wir bekommen sogar von Experten erzählt, wie wir essen sollen, wie wir trainieren sollen, wie wir Liebe machen sollen, wie wir unsere Kinder großziehen sollen und so fort.

Die Gefahr der linken Ideologie

213. Wegen ihres Bedürfnisses nach Rebellion und nach der Mitgliedschaft in einer Bewegung werden Linke oder Menschen ähnlichen psychologischen Typs oft zu einer rebellischen oder aktivistischen Bewegung hingezogen, deren Ziele und deren Mitgliedschaft anfänglich nicht linksorientiert sind. Der resultierende Zustrom von Linken kann eine nicht-linke Bewegung leicht in eine linke verwandeln, so dass linke Ziele die urprünglichen Ziele der Bewegung ersetzen oder entstellen. [C]

214. Um dies zu vermeiden, muss eine Bewegung, die die Natur hoch hält und gegen Technologie ist eine entschlossene Haltung gegen die Linke einnehmen und jegliche Zusammenarbeit mit Linken vermeiden. Die Linke und ihre Ideologie ist langfristig nicht mit der wilden Natur, der menschlichen Freiheit und mit der Beseitigung der modernen Technologie zu vereinbaren. Die Linke ist kollektivistisch, sie versucht die gesamte Welt (sowohl die Natur wie das Menschengeschlecht) zu einem einheitlichen Ganzen zu verbinden. Doch dies bedeutet notwendig eine Verwaltung der Natur und des menschlichen Lebens durch eine organisierte Gesellschaft, und es erfordert fortgeschrittene Technologie. Es kann keine vereinigte Welt geben ohne schnelle Transport- und Kommunikationsmittel, man kann nicht ohne ausgefeilte psychologische Techniken bewerkstelligen, dass alle Leute einander lieb haben, es kann keine "geplante Gesellschaft" ohne die nötige technologische Grundlage geben. Vor allem aber wird die Linke vom Bedürfnis nach Macht getrieben, und die Linken suchen Macht durch die Identifikation mit einer Massenbewegung oder einer Organisation. Es ist unwahrscheinlich, dass die Linke jemals auf Technik verzichten werden, weil Technologie eine zu wertvolle Quelle kollektiver Macht ist.

215. Ein Anarchist [34] strebt ebenfalls nach Macht, doch nach Macht auf der Ebene von Individuen oder kleinen Gruppen; er möchte, dass Individuen oder kleine Gruppen selbst über ihre eigenen Lebensumstände bestimmen können. Er ist gegen Technologie, weil sie kleine Gruppen von großen Organisationen abhängig macht.

216. Einige Linke mögen zwar gegen Technologie eingestellt scheinen, doch sie werden nur so lange dagegen sein, wie sie Außenseiter sind und das technologische System von Nicht-Linken kontrolliert wird. Wenn die Linke je in einer Gesellschaft zur Herrschaft kommt und damit das technologische System zum Werkzeug in der Hand der Linken wird, werden sie es enthusiastisch benutzen und sein Wachstum vorantreiben. Damit werden sie ein Muster wiederholen, das sich in der Vergangenheit wieder und wieder gezeigt hat. Als die Bolschwiki in Russland Außenseiter waren, traten sie energisch gegen die Zensur und gegen die Geheimpolizei auf, sie befürworteten die Selbstbestimmung ethnischer Minderheiten usw., doch sobald sie selbst an die Macht kamen, führten sie eine strengere Zensur ein und bauten sie eine brutalere Geheimpolizei auf, als es sie je unter den Zaren gegeben hatte, und sie unterdrückten ethnische Minderheiten mindestens ebenso sehr, wie es die Zaren getan hatten. In den Vereinigten Staaten waren vor einigen Jahrzehnten, als Linke eine Minderheit an unseren Universitäten waren, linksorientierte Professoren energische Verfechter der akademischen Freiheit, doch heute erweisen sie sich an denjenigen Universitäten, an denen sie die Oberhand gewonnen haben, als bereit, die akademische Freiheit aller anderen einzuschränken. (Das nennt sich dann "political correctness".) Das Gleiche wird mit den Linken und der Technologie geschehen: Wenn sie sie je unter ihre Kontrolle bekommen, werden sie sie benutzen, um alle anderen zu unterdrücken.

217. In früheren Revolutionen haben Linke des machtgierigsten Typs wiederholt zunächst mit nicht-linken Revolutionären und mit Linken einer stärker freiheitlichen Ausrichtung zuammengearbeitet, um sie dann zu hintergehen und selbst die Macht zu ergreifen. Robbespierre hat das in der Französischen Revolution getan, die Bolschewiki in der Russischen Revolution, die Kommunisten in Spanien 1938 und Castro und seine Anhänger in Cuba. Angesichts der bisherigen Geschichte der LInken wäre es vollkommen blödsinnig, wenn nicht-linke Revolutionäre heute mit Linken zusammenarbeiten würden.

218. Verschiedene Theoretiker haben darauf hingewisen, dass es sich bei der linken Ideologie um eine Art von Religion handelt. Die linke Ideologie ist keine Religion im strengen Sinne, weil sie nicht die Existenz einer übernatürlichen Wesens behauptet. Doch für einen Linken spielt die linke Ideologie eine psychologische Rolle analog derjenigen, die Religion für manche anderen Leute spielt. Ein Linker hat das Bedürfnis danach, an die linke Ideologie zu glauben; sie hat eine lebenswichtige Bedeutung für seinen Seelenhaushalt. Seine Auffassungen sind nicht leicht durch Logik oder Fakten zu verändern. Er hat eine tief verankerte Überzeugung, dass die Linke moralisch im Recht ist, und dass er nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht hat, jedermann linken moralischen Maßstäben zu unterwerfen. (Viele der Menschen jedoch, von denen wir hier als "Linke" sprechen, halten sich selbst nicht für Linke und würden ihre Auffassungen nicht als linke Ideologie bezeichnen. Wir benutzen den Begriff "Linke" bzw. "linke Ideologie", weil wir keine bessere Bezeichnung kennen für das Spektrum verwandter Auffassungen, das die feministische Bewegung, die Bewegung für Rechte der Schwulen, für "political correctness" usw. einschließt, und außerdem, weil diese Bewegungen eine starke Affinität mit der alten Linken besitzen. Vgl. die Abschnitte 227-230.)

219. Die Linke ist eine totalitäre Kraft. Wo auch immer die Linke in einer Machtposition ist, da tendiert sie dazu, in alle privaten Bereiche einzudringen und jeden Gedanken in eine linke Form zu pressen. Zum Teil liegt das am quasi-religiösen Charakter der linken Ideologie; alles, was sich den linken Glaubenssätzen entgegenstellt, ist sündhaft. Ein wichtigerer Grund dafür, dass die Linke eine totalitäre Kraft ist, liegt jedoch im Streben der Linken nach Macht. Ein Linker versucht sein Machtbedürfnis durch Identifikation mit einer sozialen Bewegung zu befriedigen und versucht, den Prozess der Macht ablaufen zu lassen, indem er hilft, die Ziele der Bewegung zu verfolgen und zu erreichen (vgl. Abschnitt 83). Doch der Linke ist nie zufrieden, ganz unabhängig davon, wie weit die Bewegung bei der Verfolgung ihrer Ziele gekommen ist, weil es sich bei seinem Aktivismus um eine Ersatzbetätigung handelt (vgl. Abschnitt 41). Das heißt, das wirkliche Motiv des Linken besteht nicht darin, die propagierten Ziele der linken Bewegung zu erreichen; in Wirklichkeit motiviert ihn das Gefühl von Macht, das er daraus bezieht, für ein soziales Ziel zu kämpfen und es zu erreichen. [35] 

Dementsprechend ist ein Linker nie zufrieden mit den Zielen, die er bereits erreicht hat; sein Bedürfnis nach dem Prozess der Macht bringt ihn immer wieder dazu, ein neues Ziel zu verfolgen. Der Linke will Chancengleichheit für Minderheiten. Wenn das erreicht ist, dann fordert er statistisch gleiche Erfolge für die Minderheiten. Und so lange nur irgend jemand in einem Winkel seines Bewusstseins eine negative Einstellung gegenüber irgendeiner Minderheit beherbergt, so lange muss der Linke diese Person umerziehen. Und mit ethnischen Minderheiten ist es nicht getan; man kann es niemandem erlauben, eine negative Einstellung zu Homosexuellen zu haben, zu Behinderten, zu dicken Menschen, alten Menschen, hässlichen Menschen, und so weiter und so fort. Es ist auch nicht damit getan, dass die Öffentlichkeit über die Gefahren des Rauchens informiert werden soll, es muss ein Warnhinweis auf jede Zigarettenpackung gedruckt werden. Dann muss die Zigarettenwerbung eingeschränkt, wenn nicht verboten werden. Die Aktivisten werden nie zufrieden sein, bis Tabak verboten ist, und danach kommt Alkohol an die Reihe, dann ungesunde Nahrung, usw. Aktivisten haben gegen die grobe Misshandlung von Kindern gekämpft, und das ist vernünftig. Doch nun wollen sie das Schlagen von Kindern überhaupt unterbinden. Wenn das getan ist, dann werden sie etwas anderes verbieten wollen, was ihnen schädlich erscheint, dann wieder etwas anderes und dann noch etwas. Sie werden nie zufrieden sein, bis sie die vollständige Kontrolle über alle Praktiken der Kindererziehung haben. Und dann werden sie zu einem anderen Thema weiterziehen.

220. Angenommen man bäte Linke, eine Liste aller Dinge zu machen, die sie an der Gesellschaft schlecht fänden, und angenommen, man nähme jede soziale Veränderung vor, die sie forderten. Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Mehrheit der Linken innerhalb weniger Jahre etwas Neues finden würden, worüber sie sich beschweren könnten, irgendeinen neuen gesellschaftlichen "Missstand", der behoben werden müsste, denn einmal mehr ist ein Linker weniger durch das Leiden an gesellschaftlichen Übeln motiviert als durch das Bedürfnis, sein Streben nach Macht zu befriedigen, indem er der Gesellschaft seine Lösungen aufzwingt.

221. Wegen der Beschränkungen, die ihr hoher Sozialisationsgrad ihren Gedanken und ihrem Verhalten auferlegt, können viele Linke des übersozialisierten Typs Macht nicht so anstreben und verwenden, wie es andere Menschen tun. Für sie hat das Streben nach Macht nur eine moralisch akzeptable Form, und das ist der Kampf dafür, ihre Moralität für jeden verbindlich zu machen.

222. Linke, besonders die des übersozialisierten Typs, sind "wahrhaft Gläubige" im Sinne von Eric Hoffers Buch "The True Believer". Doch nicht alle wahrhaft Gläubigen sind von der gleichen psychologischen Machart wie die Linken. Vermutlich ist ein überzeugungstreuer Nazi psychologisch von einem überzeugungstreuen Linken sehr verschieden. Wegen ihrer Fähigkeit zur vollständigen Hingabe an eine Sache sind diese Gläubigen ein nützlicher, vielleicht auch notwendiger Bestandteil jeder revolutionären Bewegung. Damit stellt sich ein Problem, für das wir zugegebenermaßen keine Lösung kennen. Wir sind uns nicht sicher, wie wir die Energie der "wahrhaft Gläubigen" in den Dienst einer Revolution gegen die Technologie stellen können. Gegenwärtig können wir nur sagen, dass kein "wahrhaft Gläubiger" einen zuverlässigen Rekruten für diese Revolution abgebibt, es sei denn, dass sich seine Entscheidung ausschließlich auf die Zerstörung der Technologie richtet. Wenn er auch noch einem anderen Ideal verpflichtet ist, dann wird er vielleicht die Technologie verwenden wollen, um dieses andere Ideal zu erreichen (vgl. Abschnitte 220, 221).

223. Manche Leser mögen sagen "Dieses ganze Zeug über die Linke ist ein Haufen Mist. Ich kenne John und Jane, die sind Linke, und sie haben nichts von all diesen totalitären Tendenzen." Es ist durchaus der Fall, dass viele Linke, vielleicht sogar eine zahlenmäßige Mehrheit, anständige Leute sind, die ernsthaft daran glauben, die Werte anderer Menschen zu tolerieren (jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt) und die keine rücksichtslosen Methoden verwenden wollen, um ihre sozialen Ziele zu erreichen. Unsere Bemerkungen über die Linke sind nicht als Beschreibung jedes einzelnen Linken gedacht, sondern als Beschreibung des allgemeinen Charakters der Linken als einer Bewegung. Und der allgemeine Charakter einer Bewegung bestimmt sich nicht notwendig nach den zahlenmäßigen Anteilen der verschiedenen Arten von Leuten, die an dieser Bewegung teilnehmen.

224. Die Menschen, die in linken Bewegungen zu Machtpositinen aufsteigen, tendieren dazu, Linke des machtgierigsten Typs zu sein, weil es machtgierige Menschen sind, die sich am stärksten darum bemühen, in Machtpositionen zu gelangen. Wenn einmal die Machthungrigen die Kontrolle über die Bewegung gewonnen haben, dann gibt es viele Linke mit sanfterem Wesen, die innerlich viele der Aktionen ihrer Führer missbilligen, doch die sich nicht dazu durchringen können, sich ihnen entgegenzustellen. Sie brauchen ihren Glauben an die Bewegung, und weil sie diesen Glauben nicht aufgeben können, folgen sie den Führern. Es ist richtig, einige Linke haben den Mut, die aufkommenden totalitären Tendenzen zu bekämpfen, doch sie verlieren im Allgemeinen, weil die Machthungrigen besser organisiert sind, rücksichtsloser und machiavellistischer vorgehen und daran gedacht haben, sich eine starke Machtbasis aufzubauen.

225. Diese Phänomene waren deutlich in Russland und in anderen Ländern zu sehen, die von Linken übernommen wurden. Entsprechend haben Linke im Westen vor dem Zusammenbruch des Kommunismus in der UdSSR selten jenes Land kritisiert. Wenn man ihnen zusetzte, dann gaben sie zu, dass in der UdSSR viele Fehler gemacht wurden, doch dann versuchten sie, Entschuldigungen für die Kommunisten zu finden und fingen an, über die Fehler des Westens zu reden. Sie waren immer gegen den militärischen Widerstand des Westens gegen kommunistische Aggression. Linke in der ganzen Welt protestierten energisch gegen den Militäreinsatz der USA in Vietnam, doch als die UdSSR in Afghanistan einfielen, taten sie nichts. Nicht, dass sie mit dem Handeln der Sowjetunion einverstanden gewesen wären, doch aufgrund ihres linken Glaubens konnten sie es einfach nicht über sich bringen, in Opposition zum Kommunismus zu stehen. Heute gibt es an denjenigen Universitäten, an denen "political correctness" herrschend geworden ist, wahrscheinlich viele Linke, die privat die Unterdrückung der akademischen Freiheit missbilligen, sie aber nichtsdestoweniger mittragen.

226. So verhindert die Tatsache, dass viele Linke persönlich sanfte und relativ tolerante Menschen sind, ganz und gar nicht, dass die Linke als Bewegung und Ideologie insgesamt eine totalitäre Tendenz hat.

227. Unsere Erörterung der Linklen hat eine ernsthafte Schwäche. Es ist immer noch alles andere als klar, was wir mit der Bezeichnung "ein Linker" meinen. Es scheint, dass wir daran nicht viel ändern können. Die Linke hat sich heutzutage in ein ganzes Spektrum von aktivistischen Bewegungen aufgesplittert. Doch nicht alle aktivistischen Bewegungen sind linksorientiert, und einige aktivistische Bewegungen (z.B. die radikale Ökologiebewegung) scheinen sowohl Persönlichkeiten des linken Typs wie Persönlichkeiten einer gänzlich un-linken Art zu umfassen, die es wirklich besser wissen sollten, als mit Linken zusammenzuarbeiten. Spielarten von Linken gehen nahtlos in Spielarten von Nicht-Linken über, und wir selbst hätten es oft schwer, wenn wir entscheiden sollten, ob ein bestimmtes Individuum nun ein Linker ist oder nicht. Soweit er überhaupt definiert ist, ist unser Begriff der "Linken" durch die in diesem Artikel gegebene Erörterung definiert, und wir können dem Leser nur raten, seine eigene Urteilskraft zu benutzen, wenn es darum geht zu entscheiden, wer ein Linker ist.

228. Es wird jedoch hilfreich sein, einige Kriterien aufzulisten, anhand derer man linke Orientierungen feststellen kann. Man kann diese Kriterien nicht in einer schablonenhaften Weise anwenden. Auf einige Individuen mögen einge der Kriterien zutreffen, ohne dass sie Linke sind, einige Linke mögen sogar keines dieser Kriterien erfüllen. Einmal mehr müssen Sie Ihre Urteilskraft gebrauchen.

229. Ein Linker ist auf einen weit gehenden Kollektivismus hin orientiert. Er betont die Pflicht des Individuums, der Gesellschaft zu dienen, und die Pflicht der Gesellschaft, für das Individuum zu sorgen. Er hat eine negative Einstellung zum Individualismus. Er schlägt häufig einen moralistischen Ton an. Er ist oft für die Beschränkung des Waffenbesitzes, für Sexualerziehung und andere psychologisch "aufklärerische" Erziehungsmethoden, für Planung, für Quotenregelungen, für Multikultur. Er neigt dazu, sich mit Opfern zu identifizieren. Er tendiert dazu, gegen Wettbewerb und gegen Gewalt zu sein, aber er findet oft Entschuldigungen für diejenigen Linken, die Gewaltakte verüben. Er benutzt gern die bekannten Schlagwörter der Linken wie "Rassismus", "Sexismus", "Homophobie", "Kapitalismus", "Imperialismus", "Neokolonialismus", "Völkermord", "gesellschaftlicher Wandel", "soziale Gerechtigkeit", "soziale Verantwortung". Vielleicht das beste diagnostische Merkmal eines Linken ist seine Neigung, mit den folgenden Bewegungen zu sympathisieren: Feminismus, Schwulenbewegung, Minderheitenbewegungen, Behindertenbewegungen, Tierrechtsbewegungen, "political correctness". Jemand, der starke Sympathien für alle diese Bewegungen empfindet, ist beinahe sicher ein Linker. [36] 

230. Die gefährlicheren Linken, d.h. jene, deren Machthunger am größten ist, sind oft durch Arroganz oder durch ein dogmatisches Verhältnis zur Ideologie gekennzeichnet. Die gefährlichsten Linken von allen könnten jedoch bestimmte übersozialisierte Typen sein, die irritierende Ausbrüche von Aggressionen vermeiden und ihre linke Einstellung nicht zur Schau stellen, aber ruhig und unauffällig an der Förderung kollektivistischer Werte arbeiten, für "aufklärerische" psychologische Techniken zur Sozialisation von Kindern, für die Abhängigkeit der Individuen vom System, usw. Diese Krypto-Linken (wie wir sie nennen könnten) nähern sich, was ihr praktisches Handeln anbetrifft, gewissen bürgerlichen Typen an, doch hinsichtlich ihrer Psychologie, Ideologie und Motivation unterscheiden sie sich von ihnen. Der gewöhnliche Bourgeois versucht, Menschen unter die Kontrolle des Systems zu bringen, um seine Art zu leben zu verteidigen, oder er tut es auch nur, weil er konventionelle Einstellungen hat. Der Krypto-Linke versucht, Menschen unter die Kontrolle des Systems zu bringen, weil er ein "wahrhaft Gläubiger" einer kollektivistischen Ideologie ist. Der Krypto-Linke unterscheidet sich vom durchschnittlichen Linken des übersozialisierten Typs dadurch, dass sein rebellischer Impuls schwächer und er sicherer sozialisiert ist. Er unterscheidet sich vom gewöhnlichen wohlsozialisierten Bourgeois dadurch, dass es eine tiefen Mangel in ihm gibt, der es ihm notwendig macht, sich für eine Sache einzusetzen und sich in ein Kollektiv einzufügen. Und sein (gut sublimiertes) Streben nach Macht ist vielleicht stärker als das des durchschnittlichen Bourgois.

Schlussbemerkung

231. In diesem Artikel haben wir ungenaue Aussagen gemacht und Aussagen, zu denen man eigentlich allerlei Einschränkungen und nähere Bestimmungen hätte hinzufügen müssen; vielleicht sind auch einige unserer Aussagen einfach falsch. Der Mangel an zureichender Information und die Notwendigkeit, sich kurz zu fassen, haben es uns unmöglich gemacht, unsere Behauptungen präziser zu formulieren oder alle nötigen Einschränkungen auszuführen. Natürlich beruht eine Erörterung dieser Art in großem Maße auch auf intuitiven Urteilen, und die können mitunter fehlgehen. Wir behaupten daher nicht, dass dieser Artikel mehr als eine grobe Annäherung an die Wahrheit darstellt.

232. Dennoch sind wir in vernünftigem Rahmen zuversichtlich, dass die allgemeinen Umrisse des Bildes, das wir hier gezeichnet haben, im Großen und Ganzen korrekt sind. Wir haben die Linke in ihrer modernen Form als ein besonderes Phänomen unserer Zeit dargestellt und als ein Symptom der Verhinderung des Prozesses der Macht. Doch vielleicht haben wir damit Unrecht. Übersozialisierte Menschen, die versuchen, ihr Bedürfnis nach Macht zu befriedigen, indem sie allem Leuten ihre Moral aufzuzwingen, hat es sicher schon lange gegeben. Doch wir sind der Auffassung, dass die entscheidende Rolle von Unterlegenheitsgefühlen, geringem Selbstwertgefühl, Machtlosigkeit, Identifikation mit Opfern seitens Menschen, die selbst keine Opfer sind, eine Besonderheit der modernen Linken ist. Eine Identifikation mit Opfern durch Menschen, die selbst keine Opfer sind, findet sich, soweit wir sehen können, zu einem gewissen Maße bei der Linken des 19. Jahrhunderts und im frühen Christentum, doch soweit wir feststellen können, treten die Symptome des niedrigen Selbstwertgefühls usw. nicht annähernd so deutlich in diesen oder in beliebigen anderen Bewegungen zu Tage, wie sie es in der modernen Linken tun. Doch wir sind nicht in der Position, zuverlässig zu versichern, dass es vor der modernen Linken keinerlei solche Bewegungen gegeben hat. Dies ist eine bedeutsame Frage, auf die Historiker ihre Aufmerksamkeit richten sollten.

Anmerkungen

1. (Abschnitt 19) Wir behaupten, dass alle, oder wenigstens die meisten, Schläger und rücksichtslosen Ellenbogenmenschen an Unterlegenheitsgefühlen leiden. [Zurück]

2. (Abschnitt 25) Im viktorianischen Zeitalter litten viele übersozialisierte Menschen unter ernsten psychologischen Problemen als Resultat der Verdrängung oder der versuchten Verdrängung sexueller Gefühle. Freud hat seine Theorien anscheinend auf Menschen dieses Typs aufgebaut. Heute hat sich der Brennpunkt der Sozialisation vom Sex auf die Aggression verschoben. [Zurück]

3. (Abschnitt 27) Spezialisten der Ingenieurs- und sonstigen "harten" Wissenschaften nicht notwendigerweise eingeschlossen. [Zurück]

4. (Abschnitt 28) Es gibt viele Individuen aus den mittleren und oberen Schichten, die gegen einige dieser Werte Widerstand leisten, doch für gewöhnlich ist ihr Widerstand mehr oder weniger verdeckt. Solcher Widerstand erscheint nur in einem sehr beschränkten Ausmaß in den Massenmedien. Der Hauptstoß der Propaganda in unserer Gesellschaft geht zugunsten der angegebenen Werte.

Die hauptsächlichen Gründe, warum diese Werte sozusagen die offiziellen Werte unserer Gesellschaft geworden sind, liegen darin, dass sie für das industrielle System nützlich sind. Gewalt wird abgelehnt, weil sie das Funktionieren des Systems stört. Rassismus wird abgelehnt, weil ethnische Konflikte ebenfalls das System stören, und weil Diskriminierung das Talent derjenigen Angehörigen von Minderheiten verschwendet, die nützlich für das System sein könnten. Armut muss "kuriert" werden, weil die Unterschichten dem System Probleme bereiten und der Kontakt mit den Unterschichten die Moral der anderen Schichten senkt. Frauen werden dazu ermutigt, Karriere zu machen, weil ihre Talente für das System nützlich sind und, was wichtiger ist, weil Frauen, indem sie einer normalen geregelten Berufstätigkeit nachgehen, besser in das System integriert sind und direkt an es gebunden sind anstatt an ihre Familien. Das trägt dazu bei, die Solidarität innerhalb der Familien zu schwächen. (Die Führer des Systems sagen, dass sie die Familie stärken wollen, doch was sie wirklich meinen, ist, dass sie wollen, dass die Familie als ein effektives Werkzeug dient, um Kinder in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen des Systems zu sozialisieren. Wir argumentieren in den Abschnitten 51 und 52, dass das System es sich nicht leisten kann, die Familie oder andere kleine soziale Gruppen stark und autonom sein zu lassen.) [Zurück]

34. (Abschnitt 215) Diese Feststellung bezieht sich auf unsere spezifische Art des Anarchismus. Eine Vielzahl von sozialen Einstellungen sind "anarchistisch" genannt worden, und es könnte sein, dass viele, die sich als Anarchisten betrachten, unsere Darstellung in Abschnitt 215 nicht akzeptieren würden. Übrigens sei angemerkt, dass es eine gewaltlose anarchistische Bewegung gibt, deren Mitglieder FC wahrscheinlich nicht als anarchistisch akzeptieren und ganz bestimmt die gewaltsamen Methoden von FC nicht billigen würden. [Zurück]

35. (Abschnitt 219) Viele Linke sind auch durch Feindseligkeit motiviert, doch diese Feindseligkeit resultiert wahrscheinlich teilweise aus einem frustrierten Bedürfnis nach Macht. [Zurück]

36. (Abschnitt 229) Es ist wichtig zu begreifen, dass wir eine Person meinen, die mit diesen Bewegungen sympathisiert, so wie sie heute in unserer Gesellschaft bestehen. Jemand, der glaubt, dass Frauen, Homosexuelle usw. gleiche Rechte haben sollten, ist nicht notwendigerweise ein Linker. Die Frauenbewegung, Schwulenbewegung usw. die es in unserer Gesellschaft gibt, haben die besondere ideologische Tönung, die für die Linke charakteristisch ist, und wenn man z. B. für die Gleichberechtigung von Frauen ist, dann folgt daraus nicht notwendig, dass man mit der heute existierenden Frauenbewegung sympathisieren muss. [Zurück]